Mike Katz- Bodybuilder und Footballer

Mike Katz- Bodybuilder und Footballer

Sportliche Anfänge im Football:

Der US- Amerikaner Mike Katz wurde 1944 geboren und begann seine sportliche Karriere als Footballer bei den New York Jets. Mike wurde in jungen Jahren von Mitschülern oft gehänselt und so setzte er es sich zum Ziel ein großartiger Footballer zu werden, um es allen zu beweisen. Er wusste, dass Krafttraining ihn stärker und schneller machen würde als seine Konkurrenten, obwohl zur damaligen Zeit viele Experten vom Krafttraining abrieten, da sie behaupteten, es würde einen Athleten zum „Roboter“ machen. Mike Katz trainierte sogar jeden Freitagabend vor dem Footballspiel im Kraftraum unter dem New York Jets Manager-Büro. Entgegen allen Zweiflern wurde Katz durch das Krafttraining zum stärksten Athleten der Jets und bekam den Spitznamen „Superhuman“. Seine Football Karriere fand allerdings ein rasches Ende, als er sich eine Knieverletzung zuzog, die es ihm nicht ermöglichte weiter Football zu spielen. 1969, ein Jahr nach seiner Verletzung, gewannen die New York Jets tragischerweise ohne Katz den Super Bowl.

 

Mike Katz´ Wechsel zum Bodybuilding

Mike Katz hatte sich zu seinen Football Zeiten schon einen ansehnlichen Körper antrainiert und so lag es nahe, dass er sich im Bodybuilding versuchen wollte, zumal ihm seine Knieverletzung dabei nicht im Weg stand. Nach ein paar Amateur Wettkämpfen bestritt Mike Katz 1969 seinen ersten professionellen Bodybuilding Wettkampf, den IFBB Mr. America. Dort machte er in der „Tall“ Kategorie den zweiten Platz, ein Jahr später wurde er Gesamtsieger beim Mr. America. 1972 war wohl eines der besten Jahre seiner Karriere. Mike Katz holte den IFBB Mr. World Gesamtsieg sowie den IFBB Mr. Universum Sieg der „Tall“ Kategorie. Zu Hochzeiten seiner Bodybuildingkarriere hatte Katz ein Wettkampfgewicht von 109kg auf eine Körpergröße von 186cm.

Größte Bekanntheit erlangte Mike Katz jedoch im Jahr 1975. In diesem Jahr wurde das Bodybuilding Dokudrama Pumping Iron gedreht und behandelte die damals zwei berühmtesten Bodybuilding Wettkämpfe: Den IFBB Mr. Universum und den IFBB Mr. Olympia. Arnold Schwarzenegger und Lou Ferrigno nahmen am Mr. Olympia teil und Mike Katz eben beim Mr. Universum. Dabei ereignete sich wohl die traurigste Szene des Films. Mikes größter Konkurrent Ken Waller versteckte Katz´ T- Shirt, kurz bevor dieser auf die Bühne zum Posing gerufen wurde. Dies verunsicherte den Bodybuilder so sehr, dass er einige Fehler in seiner Kür machte. Am Ende wurde es daher „nur“ der vierte Platz in der „Tall“ Kategorie. Niedergeschlagen rief Katz seine Frau an und erzählte ihr, dass sein Traum nicht in Erfüllung gegangen war. 1976 machte Katz einen vorerst letzten Anlauf bei einem Bodybuilding Wettkampf und meldete sich zum Mr. Olympia an. Dort konnte er eine Bestleistung erbringen und machte einen sensationellen zweiten Platz in der Schwergewichtsklasse- hinter einem gewissen Ken Waller. Nach einer Pause vom Bodybuilding Sport von vier Jahren verschlug es Mike Katz 1980 und 1981 noch einmal auf die Bühne, ohne aber an ehemalige Erfolge anknüpfen zu können.

Mike Katz Universum
Katz beim Mr. Universum 1975

 

Mike Katz Training und Ernährung

Wie im berühmten Bodybuilding-Film „Pumping Iron“ zu sehen war, war Katz´ Training sehr intensiv, seine berühmteste Aussage in diesem Zusammenhang war, dass das Krafttraining zugleich das Herz-Kreislauf-System fördert, wenn es nur intensiv genug gemacht wird.

Bevor er nach Kalifornien zog, benötigte Katz drei bis vier Stunden, um eine Trainingseinheit abzuschließen. Als er Arnold Schwarzenegger kennenlernte, reduzierte er seine Trainingseinheiten auf 1,5 Stunden ohne großen Pausen zwischen den Sätzen und nutzte als Intensivierungsmethode hauptsächlich Drop- Sätze.

 

Mike Katz aß jeden Tag in etwa zwei Kilogramm Fleisch, das von seinem örtlichen Metzger von Hand geschnitten wurde. Er aß gern Pasta und Haferflocken zur Energiegewinnung und viel Obst und ganze Eier.

Er wurde auch von Joe Weider mit Nahrungsergänzungsmitteln versorgt und trank zweimal täglich Proteinshakes.

 

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Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Olli

    Gut gemachte Seite. VG

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